Wohnen im Landkreis

Wenn wir unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger im Landkreis halten und ihnen weiterhin eine lebenswerte und liebenswerte Heimat bieten wollen, dann müssen wir ihnen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen, im speziellen für Senioren, Familien, Geringverdiener. Allerdings nicht um jeden Preis – denn schließlich wollen wir den Charakter unserer Kommunen erhalten und genügend Grünflächen zur Naherholung bieten. Dies wird in den nächsten Jahren eine der wichtigsten Aufgaben unserer Kommunalpolitik sein.

Wir gehören heute schon zu den bevölkerungsreichsten Landkreisen
Bayerns. Und der Trend geht weiter nach oben. Angesichts der dramatischen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt und dem anhaltenden Zuzug sowie der Mietpreisexplosion bleibt unseren Kommunen nichts anderes übrig als zu bauen. Bauland aber können unsere Gemeinden nicht aus dem Hut zaubern.

„Gemeinsam geht’s besser“

dieser Leitsatz greift auch bei den horrenden Miet- und
Grundstückspreise. Um sie einigermaßen in den Griff zu bekommen, müssen wir dieses Problem gemeinsam angehen: ausreichend bezahlbaren Wohnraum, am besten
in kommunaler Hand. So gilt es auch über Alternativen nachzudenken. Nachhaltiger Wohnungsbau in Bahnhofsnähe wird defnitiv den Verkehr in die Metropole reduzieren.
Womit die Orte mit einem S-Bahn-Anschlussstärker wachsen werden als die ohne. Die Ideallösung liegt wohl in einer Kombination aus Nachverdichtung, alternativen Wohnformen und aus Geschossbau.

Allerdings heißt es bei der Nachverdichtung „Augen auf beim Bauen“. Obwohl uns dieses Thema unter den Nägeln brennt, dürfen wir weder bei kommunalen Bauprojekten noch bei Baugenehmigungen unsere einzigartige und wunderbare Landschaft aus dem Blick verlieren und auch nicht die soziale Infrastruktur außer Acht lassen. Deshalb kommt modernen und erweiterten Mobilitätssystemen auch beim Thema Wohnen eine große Bedeutung zu: Wohnen und Arbeiten müssen miteinander vernetzt werden.